Zum Start ins Jahr 2026 macht das Team des Imkerfachberatungsdienstes im Celler Bieneninstitut auf die Glockenblumen-Schmalbiene (Lasioglossum costulatum) aufmerksam – sie ist die „Wildbiene des Jahres 2026“.
Diese kleine Biene ist nur etwa einen Zentimeter groß, hat einen glänzend schwarzen Körper und auffällige weiße Haarflecken am Hinterleib. Besonders spannend ist, dass sie fast ausschließlich Pollen aus der Familie der Glockenblumengwächse (Campanulaceae) sammelt – eine Spezialisierung, die man Oligolektie nennt. Das bedeutet, dass diese Wildbiene ihren Pollen nur von wenigen, eng verwandten Pflanzenarten bezieht.
Ohne Glockenblumen gäbe es die Glockenblumen-Schmalbiene also nicht!
Auch für andere Bienen sind Glockenblumen von großer Bedeutung. Neben der Glockenblumen-Schmalbiene gibt es mehrere Wildbienenarten, die eine enge Bindung an Glockenblumen haben, darunter:
- Sandbienen-Arten (Andrena)
- Glanzbienen-Arten (Dufourea)
- Scherenbienen-Arten (Chelostoma)
- Glockenblumen-Felsenbiene (Hoplitis mitis), eine Mauerbienen-Art
- Glockenblumen-Sägehornbiene (Melittahaemorrhoidalis)
Helft mit, indem ihr heimische Glockenblumen sät oder pflanzt:
- Knäuel-Glockenblume (Campanula glomerata)
- Rapunzel-Glockenblume (Campanula rapunculus)
- Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia)
- Weitere heimische Campanula-Arten
Hier findet ihr den ganzen Artikel & ein Bild der Glockenblumen-Schmalbiene:
https://www.laves.niedersachsen.de/startseite/tiere/bienenkunde/informationsmaterial/wildbiene-des-jahres-2026-247858.html
Im Kantpark haben wir schon mehrfach Glockenblumen gepflanzt, aber bisher haben sie sich dort nur schwer etabliert. Laut Monitoring wurden sie bisher nicht nachgewiesen. Trotzdem motiviert uns diese Nachricht, es mit vielen verschiedenen Sorten erneut zu versuchen.
